Die neue Zentralplatte


Nach den negativen Erfahrungen mit der ersten Clubanlage, die sich nicht erweitern ließ, und der Modulbauweise, bei der jeder für sich alleine vor sich hinarbeitete, sollte nun alles besser werden.                                     

Wir wollten ein Projekt, das erweiterbar ist, bei dem jedoch jede Platte von allen Mitgliedern zusammen gebaut werden würde. Außerdem sollten die Module der Modellbahngruppe des HdJ an das neue System angebaut werden können. Wir wollten ebenfalls schon mit nur der ersten Platte zumindest einen minimalen eigenständigen Fahrbetrieb aufnehmen können. Später sollte mit mehreren Platten ein sehr abwechslungsreicher Fahrbetrieb entstehen, interessanter als die Aneinanderreihung von "Geradeaus-Platten".

Für all dies Forderungen fanden wir nur eine Lösung : Wir brauchten eine Zentralplatte, an die sich andere anschließen lassen sollten. Die Zentralplatte sollte die Verbindung von jedem Anschluß zu jedem anderen Anschluß ermöglichen. Nach ausgiebiger Überlegung und Diskussion legten wir folgenden Streckenverlauf fest:


                                                                    


Daß diese Streckenführung völlig unrealistisch ist, war uns zwar klar, aber egal. Wir wollten bei der Zentralplatte nur die Fahrmöglichkeiten sicherstellen, Realitätsnähe war für uns hier zweitrangig.

Den Erfolg des Streckenplanes stellten wir schon bald, nachdem wir die Gleise verlegt hatten, fest. Bei einer Ausstellung im Haus der Jugend hatte die Platte ihren ersten Einsatz, mit den Modulen der Kinder an zwei diagonal gegenüberliegenden Anschlüssen. Mit den Gleisen waren wir zufrieden, aber die Gestaltung der Platte war damals fast noch Rohbau.
Mit der Frage wie man aus einer solch merkwürdigen Streckenführung vernünftige Modellbahnplatte macht, haben wir uns lange beschäftigt. Die Entscheidung fiel dann auf ein Sägewerk im Mittelkreis, außen umgeben von Wald, teilweise abgeholzt, teilweise wieder aufgeforstet. Zur einen Schmalseite der Platte sollte sich offene Landschaft anschließen.

                                                                                    


Inzwischen ist die Landschaft zu unserer Zufriedenheit gestaltet. Erstaunlicher Weise fällt die kuriose Streckenführung kaum noch auf.
Wir haben der Platte etwas Leben verliehen, z.B. dadurch, daß das Gebäudemodell den motorischen Antrieb der Säge vorsieht, ein niedliches Detail. Auch der Wald ist belebt, mit Hochsitz, Hirschen, Wanderwegen, einem Holzrückezug und Anderem. Wir haben eine Kuhwiese angelegt und eine alte Obstplantage. Auf dieser haben sich wilde Camper ihren Lagerplatz eingerichtet. 

                                                                           

In Richtung einer der Schmalseiten haben wir die Platte um ein kleines Stück verlängert. Dort findet sich ein Acker, auf dem gerade das Stroh eingefahren wird.



Die Waldverlängerungen

Der Wald auf der neuen Zentralplatte ist für das große Sägewerk natürlich viel zu klein. Ein realistischer Wald läßt sich sicherlich nicht erreichen und ist wohl auch uninteressant.
Wer möchte schon gerne eine Modellbahnanlage von rund 10 * 10 Metern sehen, auf der nichts ist, außer Bäumen und einem oder zwei graden Gleispaaren ?

Um den Eindruck eines großen Waldes zu vermitteln reicht eine Fläche von etwa 1 mal 1 Metern. Auch dies war uns noch zu groß und wir wollten auch nicht soviel Geld für Bäume auszugeben. Deshalb haben wir die Landschaft "aufgesägt" und einen Teil in der Mitte einfach weggelassen.
Statt einer großen Platte mit Wald und zwei Gleispaaren gibt es jetzt zwei schmale lange Platten. Jeweils mit einem Gleispaar und etwas Wald.

Die beiden Waldverlängerungen gehören an die beiden Anschlußstellen einer Schmalseite der Sägewerksplatte. In der Mitte bleibt dann ein Stück frei und der Betrachter muß sich den Wald dort vorstellen.

Die Gleise gehen auf beiden Platten (fast) einfach geradeaus. Die Platten sind jeweils nur 0,3 m mal 1,0 m groß.